SDG Update | 27. Juli 2026
Gedanken zum HLPF 2026
Mit dem High-level Political Forum (HLPF) in New York ist Mitte Juli das wichtigste jährliche Treffen der Vereinten Nationen zur Umsetzung der Agenda 2030 zu Ende gegangen. Die Bilanz bleibt ernüchternd: Nur ein Drittel der SDGs ist auf Kurs, für die meisten reicht das Tempo bei weitem nicht aus. Konflikte, Klimafolgen und wirtschaftliche Unsicherheiten bremsen den Fortschritt vieler Länder.
Gleichzeitig wurde aber auch deutlich: Die Agenda 2030 lebt. 36 Staaten haben ihre Fortschritte präsentiert und zeigten, wie sich die SDGs in Planung, Budgetierung und politische Entscheidungen integrieren lassen. Im Mittelpunkt standen vernetzte Lösungen für Wasser, Energie, Infrastruktur und Städte. Auch Investitionen in bessere Daten und neue Finanzierungsansätze wurden als wichtige Voraussetzungen für Fortschritte hervorgehoben.
Das zeigt, nachhaltige Entwicklung kommt dort voran, wo Akteur:innen gemeinsam handeln und unterschiedliche Herausforderungen zusammendenken. Es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Denn nachhaltige Entwicklung entsteht nicht durch einzelne Grossprojekte, sondern durch viele konkrete Schritte, die Perspektiven für kommende Generationen schaffen.
Neuigkeiten aus unserem Netzwerk
Regionale Lebensmittel mitten im Dorf – Feldfreunde
Der «Buura Lada» hat seine Türen geöffnet. Während der kommenden drei Monate werden an der Landstrasse 25 in Schaan saisonale Lebensmittel direkt von Produzent:innen aus Liechtenstein angeboten – von Gemüse über Milch- und Fleischprodukte bis hin zu regionalen Spezialitäten. Das Projekt der Feldfreunde möchte regionale Wertschöpfungsketten stärken und den Austausch zwischen Landwirtschaft und Konsument:innen fördern. Der Selbstbedienungsladen ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet.
Projektkoordinator:in für Erasmus+ gesucht – AIBA
Die Stelle bietet die Möglichkeit, internationale Bildungsprojekte in Liechtenstein mitzugestalten – mit Schwerpunkt Schulbildung, europäischer Zusammenarbeit und der Organisation internationaler Erasmus+-Veranstaltungen. Gesucht wird eine engagierte Persönlichkeit mit Projektmanagement-Erfahrung, sehr guten Deutsch- und Englischkenntnissen sowie Interesse an Bildung, Jugend und internationaler Zusammenarbeit. Bis zum 7. August könnt ihr euch bewerben.
Wie Planung zum Klimaschutz beitragen kann – LISD
Wie können Städte, Regionen und Küstengebiete zum Klimaschutz beitragen? Die erste Global Climate Geodesign Competition zeigt konkrete Antworten auf diese Frage. Ausgezeichnet wurden Projekte aus Afrika, Nordamerika und Asien, die räumliche Planung gezielt mit Klima- und Naturschutz verbinden. Der Wettbewerb wurde vom Liechtenstein Institute for Strategic Development (LISD) mitinitiiert und macht sichtbar, wie lokale Entscheidungen weltweit zur Reduktion von Emissionen und zum Schutz von Ökosystemen beitragen können. Den Hauptpreis erhielt das Projekt «Bangkok 2050», das Wege zu einer klimafreundlichen Stadtentwicklung aufzeigt. Mehr dazu lest ihr im LinkedIn-Beitrag.
Aktuelles
HLPF 2026: Das Tempo muss steigen
Vom 7. bis 15. Juli trafen sich in New York Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum High-level Political Forum on Sustainable Development (HLPF) – dem wichtigsten globalen Treffen zur Umsetzung der Agenda 2030.
Die Bilanz bleibt gemischt: Nur rund ein Drittel der SDG-Unterziele ist derzeit auf Kurs. Gleichzeitig bekräftigten die Mitgliedstaaten ihren Willen, die Agenda 2030 weiter umzusetzen. Im Mittelpunkt standen dieses Jahr die Ziele Wasser (SDG 6), Energie (SDG 7), Industrie und Innovation (SDG 9), nachhaltige Städte (SDG 11) sowie Partnerschaften (SDG 17). 36 Länder, darunter auch die Schweiz, präsentierten ihre Fortschritte.
Auffällig war ein klarer Trend: Immer mehr Staaten nutzen die SDGs nicht nur als Nachhaltigkeitsstrategie, sondern als Orientierungsrahmen für Planung, Budgetierung und politische Entscheidungen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Finanzierung, Datenqualität und internationale Zusammenarbeit zentrale Voraussetzungen bleiben, um die Umsetzung bis 2030 zu beschleunigen.
Die Schlussbotschaft des Forums ist klar: Die Herausforderungen sind gross, doch die Agenda 2030 bleibt der gemeinsame Fahrplan. Jetzt gilt es, die verbleibenden Jahre konsequent zu nutzen. «Make these final years count», plädierte UN-Generalsekretär António Guterres zum Auftakt des Forums. Mehr Informationen zum HLPF findet ihr im IISD-Beitrag.
supergut sucht Biodiversitäts-Coach
Du möchtest Kinder und Jugendliche für Natur und Biodiversität begeistern? supergut sucht eine:n Coach (mind. 50 %) für die Bildungsangebote in den supergut LABS. Gemeinsam mit Expert:innen begleitest du Schulklassen, leitest Gruppen und vermittelst Wissen zu Biodiversität, Natur und Umwelt auf kreative und praxisnahe Weise. Gesucht werden engagierte Persönlichkeiten mit Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Pädagogische Erfahrung ist von Vorteil, Begeisterung für das Thema zählt ebenso. Weitere Informationen und Bewerbung direkt bei supergut.


