SDG Update | 23. Februar 2026
Netzwerk stärken, Politik erreichen
Für uns ist klar: Wir wollen die SDGs sichtbar machen, Vernetzung ermöglichen und Politik wie Zivilgesellschaft rund um Themen der nachhaltigen Entwicklung konstruktiv unterstützen. Gleichzeitig sehen wir, dass wir ausserhalb unserer «Bubble» zu wenig präsent sind.
Bei der Strategieklausur vor einigen Wochen haben wir zwei Schwerpunkte für die kommenden Jahre erarbeitet. Erstens Politik: Wir wollen Fraktionen und Ministerien gezielter ansprechen, Kontakte systematisch pflegen und gemeinsame Stellungnahmen stärken. Zweitens Projekte: Wir wollen unsere Mitglieder stärker aktivieren, gemeinsame Projekte anstossen und zusammen auf Fördertöpfe zugreifen. Unsere Kommunikation soll weiterhin lösungsorientiert, zielgruppengerecht und regelmässig erfolgen.
Unser Netzwerk bündelt viel Erfahrung, Kreativität und Expertise. Dieses Potenzial möchten wir in Zukunft besser nützen und auch die Mitarbeitenden einzelner Mitgliedsorganisationen stärken. Wer hat Lust, gemeinsam mit anderen aus dem Netzwerk Aktionen umzusetzen? Welche Kapazitäten und Ressourcen könnt ihr einbringen? Wo seht ihr Synergien? Und welche Erfahrungen aus bisherigen Projekten möchtet ihr mit uns teilen?
Wenn ihr Ideen oder Impulse habt, meldet euch wie immer gerne per Mail bei uns.
Neuigkeiten aus unserem Netzwerk
Teilnehmende für Gletscherexpedition gesucht – CIPRA
Das Erasmus+ Projekt «Young Glacier Voices» macht die Folgen der Klimakrise erlebbar und bestärkt junge Menschen, ihre Stimme für mehr Klimaschutz einzusetzen. Vom 23. Juli bis 02. August gibt es eine Gletscherexpedition in Tirol für junge Frauen* zwischen 15 und 17 Jahren. Meldet euch dafür bis zum 27. Februar an.
Architektur als politische Haltung – Universität Liechtenstein
Fünf renommierte Architektinnen diskutierten darüber, wie Bauen gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Architektur ist mehr als Form und Funktion: Sie beeinflusst, wer Zugang zu Raum hat, wie Ressourcen genutzt werden und wie Gemeinschaft entsteht. Im Gespräch ging es um partizipative Prozesse, nachhaltige Materialien und die Frage, wie Gebäude soziale Ungleichheiten sichtbar machen oder abbauen können. Die Botschaft des Abends war klar: Wer baut, trifft politische Entscheidungen – ob bewusst oder nicht.
Geschäftsführung gesucht – SOS Kinderdorf
Die Organisation begleitet verlassene und Not leidende Kinder in eine bessere Zukunft. Im Zuge einer Nachfolgeregelung wird eine engagierte Führungsperson gesucht, die sich in die Gesamtverantwortung des Vereins einarbeitet und die Aufgaben der Geschäftsführung übernimmt. Bis zum 6. März könnt ihr euch bewerben. Details findet ihr in der Stellenausschreibung.
Aktuelles
KMU-Webinarreihe zu Nachhaltigkeit von Global Compact
In kompakten 30-Minuten-Sessions erhalten KMU ein praxisnahes, modulares Framework, um Nachhaltigkeit und die zehn Prinzipien des UN Global Compact Schritt für Schritt im Geschäftsalltag zu verankern. Grundlage ist ein iteratives Vier-Stufen-Modell – von der Definition der Prioritäten über die Entwicklung einer Strategie und die Umsetzung konkreter Massnahmen bis hin zur wirkungsvollen Berichterstattung. Die Teilnahme ist kostenlos. Details und alle Termine findet ihr hier.
Wie viel Energie verbraucht das?
Wie viel Energie verbraucht eine Stunde Streaming im Vergleich zu zehn Kilometern Autofahrt? Die Datenforscherin Hannah Ritchie macht mit einem interaktiven Online-Tool den Energieverbrauch von Alltagsaktivitäten vergleichbar. Nutzer:innen wählen Produkte oder Tätigkeiten aus und passen einfache Parameter wie Nutzungsdauer oder Distanz an. Die zugrunde liegenden Daten basieren auf typischen Verbrauchswerten und vermitteln ein Gefühl für Grössenordnungen des persönlichen Energieverbrauchs. Ziel ist es, besser einordnen zu können, was im Alltag viel Energie braucht und was wenig.
Leitfaden «Global denken, lokal handeln»
Wie spricht man auf Gemeindeebene über Klimaschutz, wenn Skepsis, Angst oder Desinformation den Diskurs prägen? Der Leitfaden der Universität Graz richtet sich an Politiker:innen, Klima-Manager:innen und NGOs, die vor Ort kommunizieren. Er zeigt, wie sich Klimaschutz-Gegennarrative sachlich entkräften lassen, welche Dos and Don’ts in der Klimakommunikation gelten und wie unterschiedliche Zielgruppen wirksam erreicht werden können. Grundlage sind aktuelle Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus einem aktuellen Projekt der Uni. Ziel ist es, Widerstände abzubauen, konkrete Handlungsoptionen sichtbar zu machen und Klimaschutz als gemeinsame Aufgabe zu verankern.


