SDG Update | 23. Februar 2026
SDG Update | 23. März 2026

SDG Update | 9. März 2026

Nachhaltigkeit braucht Gleichberechtigung

Gestern war Internationaler Frauentag. Er erinnert daran, dass Gleichstellung ein zentraler Baustein nachhaltiger Entwicklung ist – und deshalb auch in den SDGs (SDG 5, Geschlechtergleichheit) verankert ist. Ein Blick auf Liechtenstein zeigt: Fortschritte sind sichtbar, aber Herausforderungen bleiben. So verdienten Frauen 2022 im Median 14,1 % weniger als Männer. Kritisch bleibt die Entwicklung bei häuslicher Gewalt: 2024 wurden 49 Frauen als Opfer registriert.

Auch der aktuelle Monitoringbericht 2024 des Verein für Menschenrechte zeigt, dass weiterer Handlungsbedarf besteht. Gefordert werden unter anderem stärkere Massnahmen gegen häusliche und sexualisierte Gewalt, bessere Unterstützungsstrukturen für Betroffene sowie weitere Schritte für mehr Gleichstellung im Arbeitsleben und in Führungspositionen. Der Bericht macht deutlich: Rechtliche Grundlagen allein reichen nicht – entscheidend ist, dass Gleichstellung im Alltag konsequent umgesetzt und politisch weiter vorangetrieben wird.

Neuigkeiten aus unserem Netzwerk

Liechtensteiner Steuerkonferenz – Universität Liechtenstein
Die «Liechtenstein International Tax Conference» widmet sich Mitte Mai der Frage, wie Steuerpolitik und Nachhaltigkeit zusammenspielen. Diskutiert werden faire und zukunftsfähige Steuersysteme, der Einfluss von Nachhaltigkeit auf Unternehmensentscheide und Reporting sowie steuerliche Anreize für Umwelt- und Wettbewerbsziele. Die Konferenz richtet sich an Wissenschaft, Praxis und Politik und findet auf Englisch statt. Die SDG Allianz wird vor Ort einen Einblick in die lokale SDG-Lage geben.

Ausstellung: Für eine Landwirtschaft von morgen – LED, Feldfreunde, domus
Die Ausstellung von LED und den Feldfreunden im domus Schaan zeigt, wie Agrarökologie in Senegal und Liechtenstein Ernährung sichern, Böden schützen und Menschen stärken kann. Das Vaterland hat über die Vernissage berichtet. Im Zentrum der Ausstellung stehen eindrückliche Fotografien, die vor allem die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft sichtbar machen und zeigen, wie viel Wissen, Arbeit und Resilienz in nachhaltigen Ernährungssystemen steckt. Die Ausstellung kann im domus bis zum 22. März besichtigt werden. In der Liewo erklären die Feldfreunde, warum wir alle ein faires Ernährungssystem brauchen.

Fastenopferkampagne 2026 gestartet – Stiftung «Wir teilen»
In den kommenden Wochen stellt die Stiftung die Projekte der aktuellen Fastenopferkampagne näher vor. Auch 2026 werden wieder Projekte unterstützt, die konkrete Verbesserungen im Alltag von Menschen bewirken: von der Stärkung von Frauenrechten in Bangladesch über indigene Rechte in Guatemala bis zur Tuberkulose-Vorsorge in Lesotho und der Senkung der Kleinkindsterblichkeit im Niger. Ergänzt wird dies durch die Jugendaktion «föranand»in Tansania, ein nachhaltiges Bildungsprogramm für Kindergartenkinder in Zusammenarbeit mit der formatio Privatschule und 2givelife.org.

Aktuelles

Restbudget fürs Klima schrumpft
Wie viel CO₂ darf die Welt noch ausstossen, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens einzuhalten? Forschende der ETH Zürich haben berechnet, wie gross das verbleibende globale CO₂-Budget ist und wie es fair zwischen Ländern verteilt werden könnte. Das Ergebnis: Viele Staaten haben ihr Budget bereits überschritten – auch die Schweiz schneidet in der Analyse schlecht ab. Mehr dazu im «Tages-Anzeiger».

Job für nachhaltiges Wirtschaften
Das UN Global Compact Network Switzerland & Liechtenstein sucht eine:n Executive Director (100%) mit Arbeitsort Zürich und Start im Februar 2027. Gesucht wird eine Führungspersönlichkeit, die das Netzwerk strategisch und operativ leitet, Unternehmen bei der Umsetzung der UN Global Compact Prinzipien und der SDGs unterstützt und das Netzwerk national wie international vertritt. Bewerbungen sind bis 15. April 2026 möglich.